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Wie wunderbar Kinder sind!

Ich komme von weither, von anderen Stränden, noch weiter südlich, als dieses Meer reicht. Aber jetzt lebe ich schon seit Jahren hier, im Norden der Adria, ganz nah an diesem ruhigen und sonnigen Strand.

Ich verbringe meine Tage damit, den Wolken zuzuschauen, die gemächlich vorbeiziehen und nur selten Regen bringen. Ich schaue auf den Horizont, vor dem sich immer mal wieder das weiße Segel eines Bootes abhebt … auf seiner Reise nach irgendwo. Ich habe viel Zeit und es macht mir Spaß, die Leute zu beobachten, die hier Urlaub machen. Vor allem lasse ich mich gern von den Kindern bezaubern.

Ihr Lärmen und Herumtollen gefällt mir, denn hier am Meer können sie sich ungehindert austoben. Ich sehe ihnen gern zu, wie sie ganz mit Sand „paniert“ herumrennen, mit allem spielen, was sie finden, und sich immer wohl und sicher fühlen, denn hier ist die Welt perfekt auf sie zugeschnitten.

Dies ist ein Meer für Familien, für ihre Kinder. Hier herrscht der fröhliche Lärm des Sommers, der nie unangenehm wird, sondern stets ruhig und heiter bleibt. Ich schaue ihnen bei ihren ersten Fahrversuchen mit dem Fahrrad zu, wenn sie dicht an mir oder auf den gut ausgebauten Radwegen vorbeifahren, die durch ganz Bibione führen, vom Leuchtturm zum Hafen, von den Feldern im Hinterland bis zum Sandstrand.

Der Strand ist eine Welt für sich, ein Ort, an dem das Meer auf das Land trifft, ein freier Raum, an dem sich alle entspannen – das spüren auch die Kinder. Das ist etwas anderes als die Grünflächen um die Wohnhäuser oder die Parks der Städte, aus denen sie kommen. Hier gibt es keine Autos, hier ist viel Platz zwischen den Sonnenschirmen, und wenn man sich ganz frei fühlen möchte, lässt man sich in die Arme des Meeres fallen und von seinen Wellen schaukeln, gibt sich dem Spiel des Wassers hin, stets gut beschützt vom wachsamen Blick eines Bademeisters.

Ich sehe, wie sie miteinander spielen, denn hier schließt man schnell Freundschaft, vor allem, wenn die Erwachsenen eine Schnitzeljagd oder ein kreatives Spiel organisieren, bei dem die Kinder immer etwas lernen können. Sport schweißt sie noch mehr zusammen, sei es auf dem Surfbrett oder in der Gruppe beim Beach-Volleyball. Unter der Sommersonne kommt man ganz schön ins Schwitzen, aber ein Sprung ins Wasser zaubert wieder ein Lächeln auf ihr Gesicht. Und am Abend sind sie dann müde und gehen früh schlafen, was natürlich auch die Eltern freut … denn auch sie sind ja im Urlaub.

Wie wunderbar Kinder sind! Ich beobachte sie gern bei Regen mit ihren kleinen bunten Regenschirmen. Sie sind keineswegs schlecht gelaunt, denn sie besitzen die Gabe, allem, auch schlechtem Wetter, eine positive Seite abzugewinnen.  Vielleicht wissen sie auch, dass es ihnen mit etwas Nachdruck gelingen wird, einen Besuch in einem der Themenparks in der Nähe von Bibione, dem Jahrmarkt oder dem Zoo durchzusetzen.

Ich nutze die leichte Brise, um die letzten Regentropfen von meinen Zweigen zu schütteln. Über den wieder klaren Himmel spannt sich ein funkelnder Regenbogen. Hier ist das so, nach jedem Gewitter kehrt die Sonne zurück.