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Das Leben im Sommer ist beschaulich. Ich lasse mich von der Sonne und der milden Brise, die jeden Tag weht und die Hitze verscheucht, trocknen.

Ich verbringe viel Zeit damit, nichts zu tun, sehe dem Meer zu, das im Sonnenlicht aufblitzt, und genieße den fröhlichen Lärm der Leute. Zwischendurch tauche ich mit meinen Freunden ins Wasser ein und suche nach Fischchen, die wie kleine Blitze durchs Wasser zucken. Manchmal mache ich mich auch auf die Suche nach einer kleinen Zwischenmahlzeit oder einem Stückchen Obst, die nie fehlen.

Ich betrachte gern den Strand, der sich bis hin zu den Bergen oder bis zu einem anderen Strand zu ziehen scheint, und auch dieser andere Strand wird wieder an einen anderen grenzen, und der nächste wieder und so endlos weiter. Ich beobachte auch die Menschen, wie sie spielen, lesen, sich wie ich entspannen, ohne etwas Bestimmtes zu tun. Es ist Sommer und das Nichtstun ist ein süßes Laster, dem sich alle gern hingeben.

Da ist ein kleiner Junge, den ich öfter als die anderen Kinder beobachte. Seine Eltern sind sehr lieb zu ihm, sie bringen ihn jeden Morgen zum Strand, wenn das Meer ruhig ist und golden glänzt. Jeden Abend bringen sie ihn wieder nach Hause, nachdem die Dämmerung das Meer in flüssiges Silber verwandelt hat.

Zum Glück gibt es die Laufstege, mit denen diese tägliche Reise einfacher wird. Denn dieses Kind kann nicht laufen wie die anderen.

Aber diese kleinen Erleichterungen reichen aus, um ihn zum Lachen zu bringen, um alles zu einem Spiel werden zu lassen, wie die Momente, wenn er vergnügt zusieht, wie kleine Spatzen unbekümmert Brotkrümel vom Boden aufpicken und von einem Sonnenschirm zum nächsten hüpfen.

An den langen Nachmittagen schaue ich ihm zu, wie er lacht, wenn sie ihn zu den Spielgeräten bringen, die eigens für Kinder wie ihn gemacht sind, eine Neuheit, mit der sie in aller Freiheit laufen, sich drehen und schaukeln können.

Der schönste Moment ist aber, wenn sie ihn ins Wasser begleiten, was mit einem Spezialstuhl, der kein Salzwasser fürchtet, möglich wird. Ein freundlicher Bademeister begleitet ihn jeden Morgen, wenn alles noch ruhig ist und das Meer noch zu schlafen scheint und nur darauf wartet, dass die ersten Kinder aufwachen, damit es mit ihnen spielen kann. Er hat riesengroßen Spaß, auch wenn die Wellen mal unruhiger sind als gewöhnlich. Das sind sogar die Tage, die er besonders mag.

Ich schaue ihm zu, wie er von einem alten Holzpflock aus mit dem Wasser spielt, während ein Tretboot langsam aufs Meer fährt oder ein Junge auf einem Surfbrett vorbeigleitet. Ich freue mich, wenn ich sehe, wie ein Lächeln sein Gesicht erhellt und seine Hände nach dem Wasser suchen, um es hoch aufspritzen zu lassen.

Es ist schön zu sehen, wie das Meer alle gleichermaßen willkommen heißt, ob sie nun schwimmen, laufen oder etwas Hilfe benötigen, um die Schönheit des Sommers genießen zu können. So wie es auch mich willkommen heißt, die ich von einem Ort zum anderen fliege, mich in die Wellen stürze, um ein Häppchen zu essen, oder zusammen mit den anderen Möwen, die sich jedes Jahr an dieser Küste zusammenfinden, einem Schiff weit hinaus aufs Meer folge.