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Der Lama del Revellino

Ein Leben im Zeichen der Langsamkeit ist die Essenz eines Strandurlaubs. Lassen Sie alles langsam angehen, ohne Eile, überlassen Sie sich dem ruhigen Rhythmus der Tage und der Wellen, schütteln Sie alle Sorgen ab und genießen Sie Sonne, Strand und Salzwasser.

Das bedeutet für mich Leben. Sobald der Frühling kommt, beende ich meinen Winterschlaf und mache mich auf den Weg zum Meer, genau wie Sie. Während der ruhigen Winterpause, an den kalten und dunklen Tagen denke ich, gut geschützt in meinem Häuschen, an den Sommer, an die Ausflüge am frühen Morgen oder am späten Abend, wenn das Licht lang leuchtet und unendlich scheint.

Am liebsten mag ich diesen besonderen Bereich hinter den letzten Häusern, hinter den letzten Sonnenschirmen, wo Meer und Strand auf das Pinienwäldchen treffen. Von hier sehe ich, wie das Meer sich bis zu den Küsten anderer Länder ausdehnt. Hier höre ich den Wind über die wilden Dünen pfeifen.

Dies hier ist eine alte Gegend, ein Stück Lagune, ein besonderer Ort, wie man ihn kaum an anderen Stränden dieses Meeres finden kann. Das habe ich die Möwen sagen hören, wenn sie über mich hinwegfliegen. Sie bringen viele Geschichten und Erzählungen aus anderen Ländern mit. In meinen Gedanken reise ich mit ihnen, aber am Ende komme ich doch immer wieder hierher nach Bibione zurück.

Man kann wie sie reisen, über weite Strecken, oder wie ich, ganz langsam. Es ist wichtig, dass man auch auf die Einzelheiten zu achten weißt, die gelben Blumen, die am Rand dieses Gebiets blühen, der Lama del Revellino, der beeindruckende Flug eines Schwans, der sich nur wenig in die Luft erhebt und mit seinen großen Flügeln schlagend über das Röhricht fliegt, oder das Konzert der Frösche, die nur dort fröhlich quaken, wo Land und Wasser noch sauber sind.

Die wichtigste Voraussetzung ist Neugier, man muss jedoch immer aufmerksam sein, denn auch innerhalb von wenigen Hundert Metern kann die Neugier schon befriedigt werden. Ich beispielsweise gleite immer über dieselben Straßen, Jahr für Jahr, auf und ab, bevor die Menschen zu Fuß oder mit Fahrrädern über den Radweg zum Leuchtturm kommen.

Und dennoch entdecke ich jeden Tag etwas Neues, eine neue Pflanze oder den Gesang eines Vogels, den ich nie zuvor gehört habe. Und wenn es nicht die Einzelheiten sind, dann ist es das Panorama, die Form einer Wolke, die über das Meer treibt, oder ein Sonnenstrahl, der durch die Wolke dringt und die fernen Berge zum Leuchten bringt. Oder der Schein des Vollmonds, von den Wellen gewiegt, während der Leuchtturm nur wenig entfernt die Reisenden durch die kurzen und ruhigen Sommernächte leitet.

Aber was auch immer kommen mag, am nächsten Morgen wachen Sie wieder hier auf und können die Sonne auf diesem Fleckchen Erde und Wasser begrüßen – und vielleicht treffen Sie auch auf eine kleine Schnecke, die ihren Morgenspaziergang macht.