San Michele al Tagliamento
Der erste venetianische Ort, den wir von der Flussmündung des Tagliamento aufwärts erreichen, ist San Michele, ein ruhiges Dorf an der Grenze zu Friaul.
Der Fluss, im Stadtwappen als blaues Band symbolisiert, ist seit jeher der historische Begleiter dieses Ortes und bietet demjenigen, der das Leben abseits vom Tumult schätzt, viele suggestive Ausblicke inmitten einer unberührten Natur.
Einst wurde dieses Gebiet von der Via Arnica durchquert, einer wichtigen, römischen Strasse, die Rom mit Aquileia verband. Auch heute noch gibt es viele römische Zeugnisse auf dem Weg von Bibione Pineta, von besonderem Interesse ist die Villa in der Dünenlandschaft “Mutteron dei Fratiö .
In den neun Jahren (1805 – 1814) napoleonischer Herrschaft war der Fluss eine natürliche Grenzlinie, um das Hoheitsgebiet von Latisana in zwei Gemeinden aufzugliedern, auf dem linken Ufer Latisana und auf dem rechten San Michele, das somit eine Verwaltungsunabhängigkeit erlangte und der Provinz Venedig angeschlossen wurde.
Die grossen Ereignissen der italienischen Geschichte haben auch San Michele nicht verschont, ein Besipiel aus dem Zweiten Weltkrieg, noch heute sichtbar, ist die von Bomben total zerstörte Villa Ivancich.
In den Trümmerresten dieser verlassenen Villa, heute von Kletterpflanzen bewachsen, können wir jedoch noch etwas von den Prachtzeiten Ende des XVI. Jahrhunderts erahnen, als sie wahrscheinlich von Longhena auf Wunsch der Mocenigo, einer der einflussreichsten Familien Venetiens, errichtet wurde.
Von der Villa, die zu seinen Gästen auch den Schriftsteller Ernest Hemingway und den Philosophen Ezra Pound zählte, sind heute nur wenig Spuren aber viele Erinnerungen wach, die zur Geschichte gehören.
Nicht nur die Villa, sondern der ganze Ort, wurde von Bombenangriffen heimgesucht mit dem Ziel, die Brücke über dem Fluss zu zerstören. Das San Michele von Heute ist in der Tat eine neue Siedlung, die südlich des ursprünglichen Zentrums liegt, dank eines Bebauungsplans des Architekten Angelo Scattolin aus Venedig.
Diese Fakten zeugen von der starken Willenskraft dieser Gemeinde, die neue Energie schöpfte und gewusst hat, die touristischen Ressourcen von Bibione zu nutzen, indem sie fortwährend mit grossem Einsatz das Angebot von Dienstleistungen und Einrichtungen dieses Badeortes bis heute immer wieder verbessert hat.
Für weitere Infos besuchen Sie die Webseite http://www.comunesanmichele.it/