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Dem venetischen Küstengebiet entlang


Seit Jahrhunderten ist der Norden der Adria von der "Litoranea Veneta" (Venetisches Küstengebiet) charakterisiert. Eine Wasserlandschaft vom Golf von Triest bishin zur Lagune von Venedig, die durch ein System von Lagunenkanälen miteinander verbunden ist.
Die Litoranea Veneta ist von Naturelementen wie Meer, Flüssen, sandigen Erhebungen, leeren Flußbetten und Fischerhütten ebenso wie von Eingriffen des Menschen geprägt.
Dieses aussergewöhnliche Labyrinth von Wasserstrassen beginnt in der Lagune von Venedig, führt dann zum Hafen des Lidos, dann weiter durch die Kanäle von "Tre Porti", "Pordelio" und "Casson", bis hin zum Fluß Sile. Von hier aus erreicht es mit einem Gewirr von Kanälen Triest.
Um dieses antike System von Wasserstrassen zu fördern, wurde speziell der Verband "Consorzio Litoranea Veneta" gegründet, der die Aufgabe hat, die interne Schiffbarkeit dieser Wasserwege zwischen Venedig und Triest mit kleinen Häfen, Anlegestellen, Wartungsanlagen, Versorgungspunkten und Tourismusinformationsstellen wieder herzustellen.
Ebenso ist es Aufgabe dieses Verbandes, für eine einzigartige Route durch diesen Küstenbereich im Mittelmeer mit seinen Naturressourcen und Kunstkostbarkeiten zu werben.



- Naturbeschaffenheit der Lagune

Die Lagune ist eine Welt aus Wasser und schwimmenden Landstücken: Böden aus Schlamm, Lehm und Sand und flachen Sumpflandschaften, durchfurcht von kleinen Kanälen, äghebi“ genannt.
Zwischen überfluteten Sümpfen und wiederaufgetauchten Schlammbänken wachsen spontan Macroalgen wie Meerlattich, Darmtang und Rotalge und finden Sumpfvögel während ihrer Migration Nahrung.
Die typische Vegetation des Lagunenbodens wird Seegrass genannt, ein Gebiet von größter ökologischer Bedeutung, denn inmitten dieser ausdauernden Meerpflanzen und Seegräser finden junge Fische und wirbelloser Tiere Unterschlupf.
In der Nähe der Flussmündungen verändert sich die Vegetation: Schilfgürtel dominieren, in denen Vögel wie Rallen, Reiher, Sperlingsvögel undSumpfrohrsänger brüten.
In den Süßwasserzonen nahe den Wassergräben findet man an Stelle des Schilfes die ähnliche Typha, Wasserlinsen und die seltenen Lamineti, Süsswasserblütenpflanzen, die ihre Blätter ähnlich wie die Seerosen auf dem Wasser ausbreiten.
Auf dem Boden der fliessenden Gewässer findet man eine Vielzahl von Wasserpflanzen wie krauses Leichkraut, zartes Hornblatt, Schafgarbe und Wasserpest, während den Deichen entlang sich ein Hygrophytgehölz entwicklet hat mit Weiden, Pappeln und Ulmen, das an den ursprügnlichen Uferwald erinnert.